Qualitätsstandards
Das RKW Berlin-Brandenburg engagiert sich seit Jahren für die Qualitätsentwicklung und Standardisierung von Bildungsdienstleistungen. Im Kern geht es bei den Projekten um die Qualität des Lernens, die Verbesserung des Wissenstransfers und die Sicherung der Nachhaltigkeit von Lernprozessen. Gleichzeitig sollen Angebote und Bewertungen von Bildungsmaßnahmen transparenter und vergleichbarer werden.
Die Projekte, in denen das RKW gemeinsam mit vielen Partnern praxistaugliche Standards und Tools zu ihrer Umsetzung entwickelt hat, führten bisher zu folgenden hauptsächlichen Ergebnissen und Standards:
QM STUFEN-MODELL® nach PAS 1037
QM STUFEN-MODELL® - quality specifications for distance learning providers
Ausgehend von diesen Produkten und den mit ihnen gesammelten Erfahrungen wird in laufenden Projekten an einer Erweiterung des Anwendungsbereiches und einer Vervollkommnung der Standards sowie der Tools gearbeitet:
ISO-Normungsvorhaben “Learning services for non-formal education and training - Basic requirements for service providers" (Lerndienstleistungen für die nicht-formale Bildung und das Training – Grundlegende Anforderungen an Dienstleister). Auf Initiative des DIN wurde bei der ISO ein Technisches Komitee für Lerndienstleistungen geschaffen (ISO/TC232). Das RKW arbeitet in dem Komitee aktiv am Entwickeln eines weltweiten Standards für die Bildungsdienstleistungen und bringt dabei insbesondere die mit dem QM STUFEN-MODELL gesammelten Erfahrungen ein.
Download Artikel: „Internationale Standards für Bildungsdienstleistungen“
Die in einer ersten Fassung fertig gestellten QUALITY GUIDELINES werden im „TQP-EU – Transnationales Qualitätsprojekt“ im Laufe des Jahres 2008 in der Praxis getestet und auf der Grundlage der gesammelten Erfahrungen überarbeitet. Ein Kompendium mit methodischen Hilfen und Erläuterungen wird die Umsetzung der QUALITY GUIDELINES erleichtern.
Aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen in den internationalen Projekten werden in der Verlängerung des Projektes „Transnationale Qualitätspartnerschaften“ qualitative Maßstäbe für die Vermittlung interkultureller Kompetenzen erarbeitet. Es soll ein Standard entstehen, der geeignet ist, Eingang in die Ausbildungsordnungen zu finden. Damit wird ein aktiver Beitrag zur Umsetzung des vom Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat empfohlenen Referenzrahmens für Schlüsselkompetenzen geleistet, der vorsieht die Vermittlung interkultureller Kompetenzen in den Bildungs- und Berufsbildungssystemen sowie der Erwachsenenbildung zu verankern. Parallel zu dem Standard wird ein Trainerleitfaden und ein ebensolches Teilnehmermaterial für die Vermittlung interkultureller Kompetenzen erarbeitet. In diesen Materialien wird der Standard erstmals modellhaft seine Umsetzung finden.
In der Verlängerung des Projektes „Transnationale Qualitätspartnerschaften“ wird im Jahr 2008 ein QCHECK international als neuer, gemeinsam geformter Qualitäts-Referenzrahmen für transnationale Bildungsprodukte entwickelt. Der QCHECK international fixiert übertragbare Verbindlichkeiten und Anforderungen an die Qualität transnationaler beruflicher Bildungsmaßnahmen. Er stärkt die internen Mechanismen des Qualitätsmanagements und die Selbstbewertungsfähigkeit, zugleich sollen die Bildungsprodukte extern prüfbar sein.
Balanced Scorecards als verbindliche strategisch-operative Instrumente zur Selbststeuerung von Schulen werden im Projekt „Qualitätsentwicklung in beruflichen Schulen“ (QEBS) entwickelt, eingesetzt und evaluiert. Das Modell orientiert sich an den spezifischen gesetzlichen Vorgaben und Aufträgen für berufliche Schulen, ihren inneren Strukturen und prozessualen Möglichkeiten sowie den Wirkungsstrukturen für das Lernen und die Entwicklung der Jugendlichen.

